Reeperbahnen.de
In meinem neuen Blog reeperbahnen.de geht es um St. Paulianer, ihre Ängste, Wünsche und Visionen für den umtriebigen Stadtteil am Hamburger Hafen – und ein bisschen um Füße.
Reeperbahnen ist das Ergebnis meiner Studienleistung für das Projektseminar Digitaler Journalismus und Social Media Editing im Masterstudiengang Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der Uni Hamburg.
Aufgabe war es, ein journalistisches Online-Produkt zu entwickeln, dieses über das Wintersemester 2011/2012 mit Inhalten zu bestücken und schließlich zum Prüfungstermin zu publizieren. Bewertet werden das journalistische Konzept, die Inhalte, aber auch das Layout und die Vernetzung in den Social Media (Twitter, Facebook).
Mir war es wichtig, ein einfaches, lokales und leicht vernetzbares Format zu stemmen. Inspiriert durch das Fotoblog wirsounterwegs.de entschied ich mich für Füße auf St. Pauli.
Auf der Reeperbahn sind jährlich viele Millionen Touristen unterwegs. Daran ließ sich die Bildsprache wunderbar anpassen. Dazu kam mein Interesse am Stadtteil. Das Vergnügungszentrum Europas ist im Umbruch: Kommerzialisierung, Gentrifizierung, Disneylandisierung und sicher noch viel mehr mit -ierung.
Ich ergänzte das Fußfotokonzept von wirsounterwegs um kurze Impulsinterviews: eine Einstiegsfrage (wohin des Weges?), eine Frage mit Tiefgang (z.B. wo siehst du St. Pauli 2020?) und eine Abschlussfrage (mit wem würdest du hier gerne mal füßeln?). Ziel ist es, die vielen kleinen Kurzportraits zu einem großen St. Pauli Stadtteilportrait zusammenzufügen. Über Google Maps lassen sich meine Wege auf der Reeperbahn nachvollziehen, die Texte sind miteinander verlinkt, sofern es Zusammenhänge gibt. Darüber hinaus führt mich die Abschlussfrage “mit wem würdest du hier gerne mal füßeln?” zu neuen Interviewpartnern und liefert die Basis für weitere Gespräche gleich mit.
Das Zwischenfazit nach rund 15 Interviews: Das Format funktioniert. Die Einwohner des Globaldorfes St. Pauli nehmen die Veränderungen um sich herum sehr wohl wahr. Es überwiegen eher schlechte Prognosen für die Zukunft. Dennoch wehren sich die St. Paulianer selbst kaum gegen zahlungskräftigere Kundschaft, höhere Mieten und gläserne Fassaden.
Vielleicht ergänze ich das Blog noch um ein Videoformat. Die Impulsinterviews genügen zwar meinem Anspruch, die Artikel auch unterwegs (auf dem Handy) lesen – und begreifen zu können; einige Geschichten müssten aber viel umfangreicher erzählt werden. Aktuell denke ich an ein Videointerview an den Tresen reudiger Kiezkneipen. Natürlich werden auch darin nur Füße zu sehen sein. Ganz nach dem Motto: “Auf ein Fußpils mit…”









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